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Geschichte

Ein kleiner Einblick in die Geschichte des Vereins

Als 42 Mannheimer am 13. Juni 1912 im Nebenzimmer des Gewerkschaftshauses den Wassersportverein „Vorwärts“ e. V. Mannheim gründen, ist es eine kleine Sensation: Denn zur damaligen Zeit sieht der sogenannte „Amateurparagraf“ des Deutschen Ruderverbandes vor, dass nur an Ruderwettkämpfen teilnehmen kann, wer nicht mit seinen Händen den Lebensunterhalt verdienen muss. Handwerker oder Arbeiter haben keine Chance, Mitglied in einem solchen Verein zu werden.

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Zwar gibt es zu diesem Zeitpunkt bereits vier Rudervereine in der Stadt (Mannheimer Ruder-Club 1875, Mannheimer Ruderverein „Amicitia“ 1876, Mannheimer Ruder-Gesellschaft 1880 und Ruder-Gesellschaft Rheinau), doch die Gründer wollen bewusst den Menschen im aufstrebenden Industriegebiet des Mannheimer Nordens eine Plattform geben. Schon nach kurzer Zeit haben sich rund 100 Sportbegeisterte dem Verein angeschlossen.

 

Nach einer provisorischen Messbude ergeben sich neue Möglichkeiten: Ein Bretterschuppen am Altrhein der Sandhofer Straße wird 1913 zum ersten Bootshaus. Doch schnell folgen Rückschläge. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem BASF-Unglück am 21. September 1921 mit einer Explosion im Oppauer Werk fangen die Mitglieder wieder mit der Arbeit an.

 

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1919-bootshaus-einweihung

 

 

 

 

In den Jahren 1925/26 entsteht eine öffentliche Gaststätte mit Terrasse sowie ein großes Bootshaus.

 

Von Anfang an heimsen die Sandhofener viele Titel ein, im Jahr 1930 holen sie sich sogar den Sieg der Ruderregatta der Deutschen Kampfspiele. 1933 werden die oppositionellen Arbeitersportvereine aufgelöst, dazu gehören auch „Vorwärts“, der 1919 gegründete Verein „Möwe“ und der Freie Wassersportverein. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs erlischt das sportliche Leben.

 

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Weil die Schwimmbäder zerstört sind und alle Vereine unter den Kriegsfolgen leiden, schließen sich 1947 der Freie Wassersportverein Mannheim, der Wassersportverein „Vorwärts“ Mannheim und kurze Zeit später der Wassersportverein Möwe zum Verein für volkstümlichen Wassersport Mannheim (VfvW) zusammen.

 

 

 

Nach harter Arbeit weihen die Mitglieder das zerstörte Bootshaus 1950 wieder ein.

 

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Ein Schlag: 1954 wird das Schwimmen im Altrhein verboten. Erst nach Protesten stellt die Stadt den Stollenwörthweiher als Ersatzgewässer zur Verfügung, 1956 startet dort das Training.

 

 

 

Im Juni 1956 ändern die Sportler den Vereinsnamen von VfvW in Volkstümlicher Wassersport Mannheim e.V. (VWM).

 

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In den Folgejahren entstehen auf dem 20.000-Quadratmeter- Gelände am Stollenwörthweiher weitere Gebäude und Becken.

 

 

Ein wichtiges sportliches Datum ist das Jahr 1970, als Hans Faßnacht zum VWM wechselt. Er ist erfolgreichster Schwimmer der Europameisterschaften und schafft mit der Staffel den Vizetitel der Olympischen Spiele 1972.

 

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Auch mit der Vereinsjugend sahnt der VWM Titel auf badischer und deutscher Ebene ab. 1973 hat der Verein 1200 Mitglieder.

 

 

 

Doch es gibt auch Verluste: Die erfolgreichste Paddlerin des VWM, Regina Eichin, wechselt 1974 nach Lampertheim, sie wird bei den Olympischen Spielen 1984 Vierte.

 

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Nach jahrelangem Ringen mit der Stadt wird das alte Bootshaus Ende 1975 abgerissen, schon im Oktober 1976 feiert der VWM Richtfest des neuen Gebäudes.

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In den 80er Jahren landen Sportler aller Sparten auf ersten Plätzen. Kunstschwimmerin Claudia Ihrig kommt bei den Jugend-Europa-Meisterschaften 1982 auf Platz 5 und holt Titel mit der Nationalmannschaft.

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Birgit Sprintz wird 1983 Eichkranzsiegerin im Frauen-Einer und fährt zum Match de Seniors.

 

 

In den Folgejahren machen nicht nur die Wasserballer von sich reden; Kunstspringerin Jenny Kiefer schafft den Sprung in die Nationalmannschaft, auch ihre Schwester Angela ist erfolgreich. Bei den Männern erklimmt Jimmy Jentsch (Kunst- und Turmspringen) viele Treppchen. Sonja Kühn (Synchronschwimmen) startet 1991 bei der Jugendweltmeisterschaft.

 

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Mit Otto-Andreas Handel und Wolfgang Handel startet ein erfolgreiches Geschwisterpaar für den VWM.

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Otto-Andreas Handel mit Marc Lösken 1988 bei der Junioren – WM in Mailand.

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Otto-Andreas Handel gewinnt 1991 den begehrten „Rhein-Neckar-Donau-Preis“ im Männer-Einer bei den Landesmeisterschaften.

 

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Wolfgang Handel wird 1997 Deutscher Meister im Leichtgewichts-Männerdoppelvierer und fährt zu den Weltmeisterschaften nach Frankreich an den Lac d’Aiguebelette.

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1996 schnappt sich Jenny Kiefer bei den Senioren-Weltmeisterschaften den Siegertitel vom Drei-Meter-Brett.

Andreas Laib wird 1998 Weltmeister im Leichtgewichtsachter.

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2003 sorgt Helge Biehal mit dem deutschen Meistertitel der U-23 für Furore.

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Filip Adamski gewinnt Bronze im Männer-Zweier.

 

 

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Im gleichen Jahr wird das Bootshaus aufgestockt.

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Seit 2000 glänzt das Synchros-Masters-Team mit deutschen und Europameisterschaftsgewinnen.

Bei den Deutschen Masters 2010 im Kunst- und Turmspringen holt Simon Jentsch mehrere Titel.

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Seit 2011 trainieren die Sportler im Bootshaus in einem neuen Ergometer-Raum.

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Im Jubiläumsjahr 2012 finden zahlreiche Veranstaltungen statt: Die Neujahrsauffahrt wird unter Teilnahme der anderen Mannheimer Ruder – und Kanuvereine durchgeführt.

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Im April wird die Stadtachterregatta zum ersten Mal auf dem Altrhein beim VWM ausgetragen und der VWM stellt seine eigene Achtermannschaft.

Im Mai findet die baden-württembergische Wanderruderveranstaltung „Rund um Mannheim“ statt, an dem die Teilnehmer das „große Dreieck“ (Industriehafen – Kammerschleuse – Neckar bis B38 – Neckarspitze – Altrheinspitze – Bootshaus) fahren.

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Mitte Juni feiert der VWM den Festakt im Rittersaal des Mannheimer Schlosses statt.

Festakt zum 100jaehrigen Jubilaeum, Volkstuemlicher Wassersport Mannheim e.V., 1.Vorsitzender Guenter Biehal Foto Thomas Troester

 

2012-wasserballturnier

Anfang Juli wird am Stollenwörthweiher ein Wasserballturnier mit befreundeten Manschaften ausgetragen.

 

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Ende Oktober findet das Jubiläumsjahr den Abschluss mit einem festlichen Jubiläumsball im ehemaligen Jakobus-Gemeindesaal in Mannheim-Sandhofen.

2013 wird der Stadtachter zum ersten Mal als Frauenrennen ausgetragen. Der VWM stellt seinen eigenen Frauenachter.

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2014 fährt der VWM mit zwei Gig-Doppelvierern das erste Mal nach Venedig zur Vogalonga.

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Der VWM nimmt mit eigenem Boot und eigener Mannschaft 2015 am Head of the River Leine in Hannover teil und belegt einen guten dritten Platz.

 

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Mit eigener Mixed-Mannschaft erzielen die Wilden beim internationalen Achtersprintrennen Vienna Nightrow in Wien den vierten Platz.

Ein siebenköpfiges Team nimmt am 51. Wanderrudertreffen in Bernburg teil und stellt das 52. WRT in Mannheim vor.

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